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n8n vs. Make: Mein Vergleich aus der Automatisierungs-Praxis (2026)

by Robert

Neu : Stand meiner Recherche, bevor ich n8n selbst produktiv einsetze. Praxis-Update folgt.

Ich automatisiere seit Jahren mit Make, unter anderem läuft die tägliche KI-News-Automation auf dieser Seite komplett darüber. In letzter Zeit bin ich bei jedem größeren Automatisierungsprojekt auf denselben Namen gestoßen: n8n. Ich habe mich intensiv eingelesen, vor allem im Zusammenhang mit den Make-Automatisierungen, die ich selbst gebaut habe, und stehe kurz davor, es auch praktisch zu testen. Dieser Artikel ist mein ehrlicher Zwischenstand: was n8n von Make unterscheidet, warum es mich reizt, und was ich noch nicht aus eigener Erfahrung beantworten kann. Sobald ich selbst etwas damit gebaut habe, aktualisiere ich diesen Artikel mit echten Ergebnissen.

n8n vs. Make – Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Beide Tools lösen dasselbe Grundproblem: Verschiedene Apps und Dienste automatisch miteinander verbinden, ohne dass du für jeden Schritt selbst Code schreiben musst. Der zentrale Unterschied liegt woanders, nämlich darin, wo deine Daten am Ende landen.

Kriterium Make n8n
Hosting Nur Cloud, Server von Make Cloud oder komplett selbst gehostet
DSGVO EU-Serverstandort wählbar, aber Daten bleiben bei Make Bei Self-Hosting bleiben Daten komplett bei dir
Preis Abo-Modell nach Ausführungen gestaffelt Self-Hosted kostenlos, nur Serverkosten
Einstieg Sehr einsteigerfreundlich, kein Server nötig Technisches Know-how für Self-Hosting nötig
KI-Anbindung Module für gängige KI-Modelle vorhanden Native KI-Nodes, direkte Anbindung an Claude

Mein Ausgangspunkt: Was ich mit Make bisher automatisiert habe

Meine größte laufende Automatisierung ist die tägliche KI-News-Produktion auf kismartstart.de: Make sammelt aktuelle KI-Nachrichten, verarbeitet sie weiter und veröffentlicht daraus automatisiert Artikel, ohne dass ich jeden Tag selbst eingreifen muss. Das läuft stabil und zuverlässig, seit ich es eingerichtet habe. Genau aus dieser Erfahrung heraus bin ich überhaupt erst auf n8n aufmerksam geworden: Bei der Recherche nach Erweiterungen und Alternativen für genau solche Automatisierungen taucht der Name in praktisch jeder Diskussion auf, meistens im selben Atemzug mit den Themen Datenschutz und Kosten. Neben der KI-News-Automation habe ich mit Make außerdem kleinere Workflows gebaut, etwa für die automatisierte Übernahme von Formularanfragen in meine Projektübersichten. Genau bei solchen wiederkehrenden, aber inhaltlich einfachen Aufgaben zeigt sich am deutlichsten, wie sehr sich die Kosten pro Ausführung über die Zeit summieren können.

Make hat mir bisher gute Dienste geleistet, gerade weil ich keinen eigenen Server einrichten musste und direkt loslegen konnte. Aber genau dieser Komfort hat auch einen Preis, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn: Jede Ausführung eines Szenarios zählt gegen mein Kontingent, und bei mehreren parallel laufenden Automatisierungen über verschiedene Projekte hinweg läuft das Kontingent schneller voll, als man denkt.

Was du für den Einstieg in n8n technisch brauchst

Anders als Make läuft n8n selbst gehostet nicht einfach im Browser, sondern braucht einen eigenen Server. In der Praxis heißt das meistens: ein kleiner VPS mit Docker, auf dem n8n als Container läuft, dazu eine Datenbank wie PostgreSQL für die Workflow-Daten. Für die meisten kleineren Automatisierungen reicht bereits ein günstiger Einsteiger-VPS, wie ich ihn für andere Projekte ohnehin schon betreibe. Wer noch nie einen Server eingerichtet hat, sollte diesen Schritt nicht unterschätzen: Es ist kein Hexenwerk, aber auch kein Fünf-Minuten-Setup wie bei Make, wo ein Account reicht und du sofort loslegen kannst. Dazu kommt die laufende Verantwortung: Sicherheitsupdates, Backups und die Absicherung des Servers gegen unbefugten Zugriff liegen bei Self-Hosting komplett bei dir selbst, während Make all das im Hintergrund für dich erledigt. Das ist der Preis für die zusätzliche Kontrolle, und genau diesen Aufwand will ich in meinem eigenen Praxistest realistisch einschätzen, statt ihn hier kleinzureden.

Warum n8n für mich auf dem Radar ist

Selbst hosten statt Anbieter-Abhängigkeit – der DSGVO-Vorteil

Der Punkt, der mich an n8n am meisten reizt, ist die Möglichkeit, es komplett auf einem eigenen Server zu betreiben. Bei Make liegen meine Workflows und die dabei verarbeiteten Daten zwangsläufig auf den Servern von Make, selbst wenn ein EU-Standort gewählt wird. Bei n8n kann ich selbst entscheiden, wo genau meine Daten liegen, weil kein externer Dienstleister mehr im Zugriff ist. Gerade wenn es um Kundendaten oder sensible Inhalte geht, ist das für mich kein Nice-to-have, sondern ein handfester DSGVO-Vorteil. Ich betreue mit meinen verschiedenen Projekten auch Automatisierungen, bei denen personenbezogene Daten eine Rolle spielen, etwa bei der Verarbeitung von Kontaktanfragen. Da will ich nicht nur darauf vertrauen, dass ein Anbieter irgendwo in seinen AGB DSGVO-Konformität zusichert, sondern selbst genau wissen, wo die Daten liegen und wer technisch Zugriff darauf hat.

Kostenlos auf dem eigenen Server statt Abo

Make rechnet nach Ausführungen ab, und bei mehreren parallel laufenden Automatisierungen wie meinen KI-News-Workflows summiert sich das über die Zeit spürbar. n8n lässt sich dagegen selbst gehostet komplett kostenlos einsetzen, die einzigen laufenden Kosten sind die für den Server selbst, den ich für andere Projekte ohnehin schon betreibe. Bei mehreren parallelen Automatisierungen, wie ich sie über verschiedene Domains hinweg laufen habe, kann sich das auf Dauer deutlich rechnen.

Die Verbindung mit Claude

n8n bringt native KI-Nodes mit, über die sich Claude direkt in einen Workflow einbinden lässt, nicht nur als einzelner Verarbeitungsschritt, sondern als Entscheidungsinstanz mitten im Workflow. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, lässt sich damit fast alles abbilden, was ich mir für meine eigenen Content-Automatisierungen wünsche: Claude prüft, entscheidet und leitet den Workflow eigenständig in die richtige Richtung weiter, statt nur eine feste Kette starrer Schritte abzuarbeiten.

Was ich noch nicht beantworten kann – ehrliche Grenzen

Ich will hier nichts vorspielen: Ich habe noch keinen eigenen n8n-Workflow gebaut. Alles, was ich zu den praktischen Vorteilen geschrieben habe, basiert auf intensiver Recherche im direkten Vergleich zu meinen bestehenden Make-Automatisierungen, nicht auf eigenem Ausprobieren. Wie aufwendig die Ersteinrichtung des Self-Hostings in der Praxis wirklich ist, wie stabil n8n im Dauerbetrieb läuft, und wie einfach sich meine bestehenden Make-Workflows tatsächlich übertragen lassen, kann ich erst nach einem echten Test seriös beurteilen. Genau das steht bei mir als Nächstes an, und ich aktualisiere diesen Artikel, sobald ich belastbare Ergebnisse habe. Auch die Migration bestehender Make-Szenarien nach n8n ist etwas, das in der Theorie einfacher klingt, als es in der Praxis für komplexere Workflows vermutlich sein wird, gerade wenn viele Module und Verzweigungen zusammenkommen wie bei meiner täglichen KI-News-Automation.

Der Hype um n8n: Woher kommt die plötzliche Aufmerksamkeit?

Dass mir n8n gerade jetzt überall begegnet, ist kein Zufall. Das Berliner Unternehmen hinter n8n wurde 2019 gegründet und hat seither kontinuierlich an Bekanntheit gewonnen, inzwischen mit mehreren hundert fertigen Integrationen für gängige Apps und Dienste. Der eigentliche Schub kam aus meiner Beobachtung heraus erst mit dem generellen KI-Boom: Sobald Workflows nicht mehr nur starre Wenn-Dann-Ketten abarbeiten sollen, sondern an einzelnen Stellen selbst Entscheidungen treffen müssen, wird die native Anbindung von Sprachmodellen wie Claude direkt im Workflow zum echten Argument, nicht nur zur Spielerei.

Für wen eignet sich was?

Make: für wen

Wenn du schnell starten willst, ohne dich um einen Server zu kümmern, ist Make weiterhin die einfachere Wahl. Für einzelne Automatisierungen oder den Einstieg ohne technisches Vorwissen ist der Komfort, den Make bietet, kaum zu unterschätzen, das habe ich selbst über Jahre erlebt. Auch wenn du nur gelegentlich automatisierst und dir keinen eigenen Server dauerhaft betreiben willst, bleibt Make die pragmatischere Lösung, gerade weil Updates, Wartung und Sicherheit komplett vom Anbieter übernommen werden.

n8n: für wen

Wenn dir volle Kontrolle über deine Daten wichtig ist, du bereits einen eigenen Server betreibst oder betreiben willst, und du bereit bist, dich in die Ersteinrichtung einzuarbeiten, spricht nach meiner bisherigen Recherche einiges für n8n. Besonders wenn Datenschutz oder Kundendaten eine Rolle spielen, wiegt der Self-Hosting-Vorteil für mich schwerer als der etwas höhere Einstiegsaufwand. Auch wer bereits mehrere Projekte betreibt und ohnehin einen eigenen Server laufen hat, so wie ich, holt aus dem zusätzlichen Aufwand am Ende mehr heraus, weil sich die Fixkosten für den Server über mehrere Automatisierungen hinweg verteilen.

Meine persönliche Einschätzung (aktueller Stand): Nach der Recherche tendiere ich klar zu n8n, vor allem wegen der Datenhoheit und der direkten Claude-Anbindung. Ich will diese Einschätzung aber nicht als abschließenden Test verkaufen, den ich noch nicht gemacht habe. Sobald ich n8n selbst produktiv eingesetzt habe, aktualisiere ich diesen Abschnitt mit einer Empfehlung aus echter Praxis, inklusive dem, was in der Theorie vielleicht anders aussieht als im echten Betrieb.

Häufige Fragen

Ist n8n komplett kostenlos?

Selbst gehostet ist n8n kostenlos nutzbar, es fallen lediglich Kosten für den eigenen Server an. Wer die von n8n selbst betriebene Cloud-Variante nutzen will, zahlt dafür wie bei den meisten Automatisierungstools ein Abo.

Brauche ich Programmierkenntnisse für n8n?

Für einfache Workflows nicht zwingend, n8n arbeitet wie Make mit einer visuellen Oberfläche. Für komplexere Anpassungen kannst du zusätzlich JavaScript oder Python einbauen, musst es aber nicht. Etwas technisches Verständnis brauchst du vor allem für die Ersteinrichtung beim Self-Hosting.

Kann ich n8n mit Claude verbinden?

Ja, n8n bringt native KI-Nodes mit, über die sich Claude direkt als Entscheidungsschritt in einen Workflow einbauen lässt, nicht nur als reiner Text-Verarbeitungsschritt am Ende der Kette.

Ist n8n DSGVO-konformer als Make?

Bei Self-Hosting kannst du mit n8n selbst bestimmen, wo deine Daten liegen, weil kein externer Anbieter mehr im Zugriff ist. Make bietet zwar einen wählbaren EU-Serverstandort, deine Daten liegen aber trotzdem weiterhin bei Make als Anbieter.

n8n oder Make: Was ist einfacher für Einsteiger?

Make ist für den reinen Einstieg deutlich einfacher, weil kein eigener Server nötig ist, du meldest dich an und baust direkt im Browser. n8n verlangt für die selbst gehostete Variante zusätzliches technisches Grundwissen rund um Server und Docker. Wer diesen Aufwand scheut, kann alternativ auch die Cloud-Variante von n8n nutzen, verliert dabei aber einen Teil des Datenschutz-Vorteils, weil die Daten dann wieder bei einem externen Anbieter liegen.

Dieser Artikel ist mein ehrlicher Zwischenstand vor dem eigenen Praxistest, kein fertiges Urteil. Wie ich generell an neue KI-Werkzeuge herangehe und wo für mich die Grenze zwischen echtem Agenten und reiner Automatisierung verläuft, beschreibe ich in Was ist ein KI-Agent? Und welches KI-Modell hinter einer Automatisierung steckt, ist am Ende genauso entscheidend wie das Automatisierungstool selbst, dazu mehr in meinem Claude-vs-ChatGPT-Vergleich.

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