Startseite » Blog » OpenClaw auf Telegram einrichten: Schritt-für-Schritt Anleitung (inkl. BotFather, Token & Sicherheit)

OpenClaw auf Telegram einrichten: Schritt-für-Schritt Anleitung (inkl. BotFather, Token & Sicherheit)

by KI-Smartstart

Wenn du OpenClaw auf Telegram einrichten willst, geht es im Kern um zwei Dinge: Du brauchst einen Telegram-Bot (Token) und du musst diesen Bot sauber mit deinem OpenClaw-Gateway verbinden – so, dass am Ende Nachrichten zuverlässig rein- und Antworten wieder rausgehen. In dieser Anleitung zeige ich dir den kompletten Ablauf inkl. typischer Stolpersteine und ein paar Sicherheits-Checks, die dir später Ärger ersparen.

Warum Telegram (fast) immer der schnellste Einstieg ist

Aus meiner Erfahrung ist Telegram für die ersten produktiven OpenClaw-Setups oft die beste Wahl: Bot erstellen dauert Minuten, du brauchst keine komplizierten OAuth-Flows, und du kannst schon sehr früh echte Workflows im Chat testen. Genau deshalb ist Telegram ideal, wenn du OpenClaw nicht nur „mal ausprobieren“, sondern zügig in den Alltag bringen willst.

Der wichtigste Punkt: Du trennst bei Telegram sauber zwischen Bot und menschlichem Account. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch sicherer – dein Bot bekommt nur die Rechte, die du ihm gibst.

In unserer Reihe zu OpenClaw zeige ich dir jede Menge Tipps und Tricks die du mit OpenClaw umsetzen kannst.

Voraussetzungen: Was du vorher klären solltest

Mit Chat GPT Bewerbungsschreiben maßgeschneidert und überzeugend gestalten

1) Läuft dein OpenClaw-Gateway bereits?

Bevor du Telegram anschließt, sollte OpenClaw grundsätzlich laufen (lokal oder auf einem Server). Ein schneller Reality-Check: Du solltest den Gateway-Dienst starten können und Logs sehen, die nicht sofort mit Fehlern abbrechen.

Wenn du OpenClaw frisch installiert hast, mach einmal den Minimal-Test: Gateway starten, lokale Tools/Skills laden, eine einfache interne Aktion ausführen. Je stabiler dieses Fundament ist, desto weniger „mystische“ Fehler jagst du später bei Telegram.

2) Entscheidest du dich für Hosting: Lokal vs. VPS

Telegram funktioniert in beiden Fällen, aber die Prioritäten sind unterschiedlich:

  • Lokal (Home-Server/Laptop): Schnell, günstig, super für Tests. Aber: Dein Setup ist nur erreichbar, solange der Rechner an ist und das Netzwerk mitspielt.
  • VPS/Server: Stabiler 24/7, besser für echte Automationen. Dafür brauchst du mehr Disziplin bei Updates, Firewall und Zugangsschutz.

Gerade wenn OpenClaw „Dinge tun“ kann (E-Mails senden, Dateien lesen, Skripte starten), lohnt sich ein sauberer Server-Betrieb. Nicht aus Perfektionismus – sondern weil ein Agent ohne stabile Umgebung irgendwann nur noch Arbeit macht.

3) Sicherheits-Minimum: Was darf dein Bot?

Telegram-Bots sind praktisch, aber sie sind auch eine neue Eingangs-Tür. Stell dir die Frage: Was passiert, wenn jemand den Bot findet oder ein Token leakt? Du willst mindestens diese Schutzmaßnahmen einplanen:

  • Chat-Whitelisting: OpenClaw sollte nur auf Nachrichten aus definierten Chat-IDs reagieren.
  • Least Privilege: Skills/Tools so konfigurieren, dass nicht „alles“ möglich ist, nur weil es möglich wäre.
  • Token-Hygiene: Token nicht in öffentlichen Repos, nicht in Screenshots, nicht in Notion/Docs ohne Zugriffsschutz.

Schritt 1: Telegram-Bot mit BotFather erstellen

Der klassische Weg läuft über den Telegram-Account @BotFather. Das ist der offizielle Bot-Manager von Telegram.

1) Bot anlegen

  • Öffne Telegram und suche nach @BotFather.
  • Starte den Chat und nutze den Befehl /newbot.
  • Vergib einen Namen (sichtbar) und einen Username (muss auf bot enden).

Am Ende bekommst du einen Bot-Token. Das ist der Schlüssel zu deinem Bot. Behandle ihn wie ein Passwort.

2) Optional: Bot-Profil sauber machen (lohnt sich)

Das hat keinen direkten Einfluss auf OpenClaw, aber auf Nutzbarkeit und Vertrauen, wenn du später weitere Personen/Chats zulassen willst:

  • /setdescription – kurze Beschreibung
  • /setabouttext – „About“ Text
  • /setuserpic – Profilbild

Ein Bot mit sauberem Profil fühlt sich sofort „seriöser“ an. Klingt banal, hilft aber in der Praxis.

Schritt 2: Den Bot in Telegram testen (bevor OpenClaw ins Spiel kommt)

Ich mache hier immer einen Mini-Test, bevor ich überhaupt etwas in OpenClaw konfiguriere:

  • Suche den Bot über seinen Username.
  • Starte den Chat und sende eine Nachricht (z.B. „test“).

Der Bot antwortet jetzt noch nicht – das ist okay. Aber: Der Chat existiert, Telegram hat eine Chat-ID, und Updates können ankommen. Genau das brauchen wir gleich.

Schritt 3: OpenClaw mit Telegram verbinden (Token + Routing)

Jetzt kommt die eigentliche Verbindung: OpenClaw muss wissen, welches Telegram-„Gateway“ es nutzen soll und mit welchem Bot-Token es sich authentifiziert. Der konkrete Pfad hängt von deiner Installation ab (z.B. Docker vs. lokal). Die Logik ist aber immer gleich:

  • Telegram-Provider aktivieren
  • Bot-Token hinterlegen
  • Allowed Chats/Owner festlegen
  • Gateway neu starten

Wenn du unsicher bist, wo OpenClaw seine Konfiguration erwartet: such in deinem Setup nach der zentralen Konfigurationsdatei (oder den Umgebungsvariablen). Der Token sollte niemals „hart“ in Code stehen, sondern in einer sicheren Config/ENV.

Wichtig: Chat-Whitelisting (damit nicht jeder deinen Agenten anspricht)

Das ist der Punkt, den viele überspringen – und der später richtig teuer werden kann (im besten Fall „nur“ finanziell). Lass OpenClaw nur auf deine Chat-ID oder definierte Gruppen reagieren. In der Praxis bedeutet das:

  • Du ermittelst deine Telegram-Chat-ID (oder die Gruppen-ID).
  • Du trägst diese ID als erlaubt ein.
  • Alles andere wird ignoriert.

Gerade wenn du Skills hast, die Dateien lesen oder Befehle ausführen können, ist Whitelisting keine Option – es ist Pflicht.

Schritt 4: Verbindung prüfen – so erkennst du schnell, wo es hakt

Nach dem Neustart des Gateways kommt der Moment der Wahrheit: Du schreibst dem Bot, und OpenClaw sollte antworten. Wenn das nicht klappt, geh systematisch vor. Ich nutze dafür immer diese Reihenfolge:

1) Kommen Telegram-Updates an?

Im Gateway-Log solltest du sehen, ob eingehende Nachrichten überhaupt registriert werden. Wenn nichts ankommt, ist meistens der Token falsch, der Provider nicht aktiv oder Netzwerk/Firewall blockiert.

2) Kann OpenClaw zurückschreiben?

Wenn OpenClaw Nachrichten empfängt, aber nicht antwortet, liegt es häufig an fehlenden Rechten, falschem Chat-Routing oder einem Fehler in der Message-Pipeline.

3) Wird die richtige „Route“ getroffen (Intent/Skill)?

Wenn der Bot antwortet, aber „komisch“ (z.B. Standardtext, falscher Skill), dann ist die Verbindung ok – aber die Skill-Routing-Logik oder der Kontext stimmt nicht. Das ist dann kein Telegram-Problem mehr, sondern ein Agent-Setup-Thema.

Typische Stolpersteine (und schnelle Fixes)

Token falsch kopiert oder „verschlimmbessert“

Das passiert häufiger als man denkt: Leerzeichen, Zeilenumbrüche, ein altes Token aus einem Screenshot. Kopiere es neu aus BotFather und ersetze es einmal sauber.

Bot reagiert in Gruppen nicht

Wenn du den Bot in eine Gruppe einlädst, kann es sein, dass er nicht alle Nachrichten sieht (je nach Telegram-Einstellungen und Bot-Modus). Für den Start empfehle ich immer: erst 1:1 Chat testen, dann Gruppe.

Mehrere Bots/Token, falsche Umgebung

Wenn du zwischen lokalem Test und Server wechselst, ist das häufigste Problem: Du editierst die falsche Config oder startest den falschen Dienst neu. Prüfe, welcher Prozess läuft und welche</em ENV/Config er tatsächlich nutzt.

„Es geht manchmal, manchmal nicht“ (unstabile Laufzeit)

Das riecht nach Infrastruktur: Sleep-Modus am Laptop, Neustarts, WLAN-Wechsel, Docker-Container, der nicht automatisch startet. Wenn du OpenClaw ernsthaft nutzen willst, nimm dir 30 Minuten und mach es stabil (Autostart, Logs, Monitoring-light).

Welche Setups sich für welche Ziele eignen (inkl. Entscheidungshilfe)

ZielEmpfohlenes SetupWarumRisiko / Nachteil
Nur testen & spielenLokal + Telegram-Bot 1:1Schnellster Einstieg, minimale KomplexitätNur online, wenn dein Gerät läuft
Produktiv im AlltagVPS + Chat-WhitelistingStabil, erreichbar, sauber skalierbarServerpflege (Updates/Sicherheit)
Team/Agentur internVPS + Gruppenchat + Rollen/SkillsGemeinsame Workflows, klare ZuständigkeitenMehr Governance nötig
Hohes SicherheitsbedürfnisVPS + strikte Tool-Policies + LogsKontrollierbarer Betrieb, auditierbarMehr Setup-Zeit

Mini-Checkliste: „So weißt du, dass es sauber läuft“

  • Bot erstellt und Token sicher abgelegt (nicht im Repo)
  • OpenClaw läuft stabil (Service/Container startet automatisch)
  • Telegram-Provider aktiv, Token korrekt hinterlegt
  • Chat-Whitelist aktiv (nur deine ID/Gruppe erlaubt)
  • Testmessage kommt an und wird beantwortet
  • Logs zeigen keine wiederkehrenden Fehler

Was du als Nächstes sinnvoll automatisieren kannst

Wenn Telegram steht, ist das eigentliche Spiel eröffnet. Ich würde als nächstes nicht sofort „die Welt“ automatisieren, sondern zwei bis drei extrem konkrete Dinge bauen, die jeden Tag Zeit sparen. Beispiele:

  • Ein Tagesbriefing (News/Inbox/Calendar) zu festen Zeiten.
  • Ein Content-Workflow: Keyword rein, Outline raus, Draft in ein Doc.
  • Ein Orga-Workflow: Aufgaben in ein Sheet, Status-Updates im Chat.

Gerade in dieser Phase merkt man schnell, ob die Tool-Policies passen: Du willst, dass OpenClaw praktisch ist – aber nicht „ungezähmt“.

You may also like